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Gasanbieter in Deutschland: Gasanbieter wechseln. Der komplette Ratgeber

Vertragstools.de | letztes Update: 25.11.2020

Hintergrund

Man könnte eigentlich sagen, dass über dieses Thema bereits mehr als genug geschrieben wurde. Tatsächlich kann man über Energie und Energieversorger fast nicht genug sagen und schreiben. Vielmehr sollte sich jeder von uns mindestens einmal im Jahr damit beschäftigen, ob zum Beispiel der aktuell genutzte Gasanbieter immer noch die beste Wahl darstellt.

Wichtig sind dabei für viele Verbraucher nämlich nicht mehr nur die günstigsten Konditionen. Auch die Herkunft der Angebote und flexible Vertragsoptionen sind, vor allem bei einem Wechsel, interessante Informationen.

Ob und wie sich ein Wechsel des Gasanbieters individuell lohnt, worauf bei der Auswahl zu achten ist und welche Einzelheiten ebenfalls nicht zu vergessen sind, wird nun aufgeführt.

Lohnt ein Wechsel? Was kostet Gas für private Haushalte?

Wer nicht tief in die Details und die teilweise umfangreiche Materie der Preisgestaltung einzelner Gasanbieter eintauchen möchte, muss trotzdem nicht alles ungeprüft hinnehmen. Ganz genau ermitteln sich die Angebote durch einen umfangreichen Schlüssel zur Berechnung der abzurechnenden Gaseinheiten. Hierzu bieten seriöse Anbieter teilweise sehr genaue Informationen, die auf Nachfrage erhältlich sind.

Das ist meist jedoch ausgesprochen komplex und außerdem bieten sich praktische Alternativen an. Neben authentischen Kundenrückmeldungen zu bestimmten Anbietern und sogar einzelnen Angeboten hilft es zu wissen, wie ein durchschnittlicher Gasverbrauch passend zum eigenen Haushalt aussieht.

Dazu wird die Größe des Haushalts, also die Anzahl der überwiegend in einer Wohneinheit lebenden Personen, genutzt. In der Regel umfasst eine Übersicht Personenhaushalte zwischen 1 und 4 Personen. Kinder zählen dabei meist (mindestens) wie Erwachsene. Der zu berechnende Zeitraum umfasst vornehmlich 1 Jahr mit monatlichen Abschlagszahlungen. Aktuell mit Stand 2020 wird ein allgemeiner Gaspreis von 6 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde eingerechnet.

Ebenfalls von Belang für die Berechnung des absehbaren Gasverbrauchs ist die räumliche Größe des Haushalts. Bei besonders umfangreichen Einheiten und Stromabnehmern ist es sinnvoll, einen Gasanbieter mit entsprechend differenzierten Angeboten zu nutzen.

Das solltest du beim Wechsel deines Gasanbieters beachten

Was auf den ersten Blick bisher umfangreich, schwierig und komplex erscheint, ist in der Praxis mittlerweile sehr komfortabel und einfach geworden. Vor allem über das Internet kannst du schnell und übersichtlich die unterschiedlichen Anbieter und deren Konditionen miteinander vergleichen.

Ungeachtet der individuellen Einzelheiten gibt es diese 6 nützlichen Hinweise, wenn du deinen Gasanbieter wechseln möchtest,

Mehr als nur günstig – Nicht nur der Preis zählt

Der tatsächliche Gaspreis pro Kilowattstunde ist grundlegend der entscheidender Faktor für oder gegen einen bestimmten Anbieter. Darüber hinaus solltest du jedoch individuelle Anforderungen und ganzheitliche Details unbedingt berücksichtigen.

In Bezug auf den Preis sind damit die generellen Vertragsinhalte gemeint. Denn auch, wenn viele Anbieter gern kurze und kompakte Zusammenfassungen bieten, musst du die Vertragsinhalte gut überprüfen. Vor allem Aspekte wie Laufzeiten und Kündigungsfristen sind wichtige Informationen, wenn ein Anbieterwechsel geplant ist.

Nachhaltige Angebote für Gas – Genau hinschauen bei Ökogas und Umweltschutz

Zwar besteht diesbezüglich ein gutes Informationsangebot, doch lass dich bei Nutzen und Vorteilen von Ökogas solltest du dich nicht von beeindruckenden Werbeversprechen täuschen.

Vielmehr erwirkt die Nutzung von Ökogas durch private Haushalte nur einen verschwindend geringen Effekt. Und weil hierzulande ohnehin via EEG-Umlagen erneuerbare Energien finanziert werden, besitzen viele Ökostromanbieter für Privathaushalte keinen klaren Nutzen für das Klima.

Hinzu kommt bei Angeboten zu Ökogas oder Klimagas, dass die nachweisbaren Vorteile für die Umwelt nicht klar sind. Auch offizielle Siegel oder Zertifikate dazu gibt es bisher nicht. Wer also nach möglichst sinnvollen und nachhaltigen Angeboten sucht, findet diese anhand der Labels „OK POWER“ oder „Grüner Strom Label“.

Achtung vor tollen Prämien, Bündelangeboten und Partnerkooperationen

Immer mehr Gasanbieter nutzen Angebote, die über das eigentliche Vertragsprodukt hinausgehen. Somit ist es nicht selten, dass darin verbunden Smartphones, Sportgeräte, Haushaltsgegenstände oder gar Dienstleistungen enthalten sind.

Was auf den ersten Blick nach einem interessanten Schnäppchen klingt, ist eine Falle für fehlende eigene Recherchen. Diese Angebote sind nämlich sowohl im Vertragspreis, als auch in Bezug auf das zusätzliche Produkt, immer teurer als ein möglicher Einzelkauf. Hinzu kommt bei integrierten Abos von Zeitschriften oder Online-Diensten eine kritische Kostenfalle.

Vorsicht also vor vermeintlich unschlagbaren Kombi-Angeboten findiger Gasanbieter, vor allem via Internet.

Anzahl der Abschläge beim Gastarif – Gern unterschätzt und vergessen

Dieser Punkt mag seltsam erscheinen, denn haben nicht alle Gasanbieter grundsätzlich 12 Abschläge pro Jahr? In der Tat ist das nicht so, denn gerade online bieten einige Gasanbieter Verträge an mit lediglich 11 Abrechnungen pro Jahr.

Das bedeutet zwei effektive Unterschiede zu Verträgen mit 12 Abschlägen. Wird das Jahr in 11 Einheiten geteilt, sind die einzelnen Zeiträume naturgemäß größer und das führt zu einem durchschnittlich höherem Abschlag.

Das wiederum führt im zweiten Punkt dazu, dass ein niedrigerer Verbrauch zu mehr Guthaben führt, während ein höherer Bedarf höhere Nachzahlungen bedeutet. Besonders unangenehm ist dieser Umstand im Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Gasanbieters, denn dann ist das angehäufte Guthaben meist weg.

Die finale Auswahl – Den gewünschten Gasanbieter gut kennenlernen

Ist die Entscheidung getroffen für einen bestimmten Gasanbieter, solltest du zumindest eine grundlegende Recherche vorzunehmen. Was bei regionalen Anbietern müßig erscheint, zeigt bei reinen Online-Angeboten oder überregionalen Anbietern seinen Vorteil.

Durch dieses Kennenlernen des neuen Anbieters werden unangenehme Überraschungen vermieden. Das gelingt einerseits durch die Informationen, die der Anbieter liefert. Aber vor allem Kundenmeinungen und Kritik sind wichtig, denn nur so lässt sich annähernd zuverlässig ermitteln, wie sich der großartig beworbene Service tatsächlich zeigt.

Weniger Aufwand durch hilfreiche Vergleiche – Webassistenten und Vergleichsportale

Ein effektives und virtuell ausgerichtetes Werkzeug bei der Suche nach dem besten aktuellen Gasanbieter sind sogenannte Tarifvergleichsportale. Diese sind intuitiv und somit einfach zu bedienen und bieten anhand weniger individueller Einstellungen schnell hilfreiche Informationen.

Diese nützlichen Tools bieten gleich mehrere praktische Funktionen und sparen effektiv Zeit, Aufwand und Papierkram. Außerdem können verschiedene Leistungen genutzt werden, damit zum Beispiel ein rechtzeitiger Wechsel des Gasanbieters nicht vergessen wird.

Über die Funktionen virtueller Vergleichshilfen hinaus übernehmen diese praktischen Tools wie remind.me oder SwitchUp auch Aspekte wie Sicherheit und persönlich optimierbare Optionen.

Gasanbieterwechsel: Ganz leicht in 4 Schritten

Schritt 1: Einen neuen Gasanbieter finden

Dazu ist es sinnvoll und hilfreich, die Daten zum eigenen Verbrauch zurechtzulegen. Um den günstigsten Anbieter zu finden, bieten sich virtuelle Gaspreisrechner an. Vor der Entscheidung ist ein Blick auf das Kleingedruckte wichtig.

Hier sollten alle relevanten Vertragsinhalte übersichtlich und verständlich zu finden sein. Das umfasst Laufzeiten, Kündigungsfristen und Zahlungsmodalität. Gaspakete, ganzjährige Vorauszahlungen, Kautionen und Laufzeiten von über einem Jahr sollten stutzig machen und sind zu meiden.

Wichtig sind vor allem kurze Laufzeiten und zeitnahe Fristen zur Kündigung. An dieser Stelle sollte die Auswahl eines möglichen Anbieters auch schon alternative Produkte umfassen.

Schritt 2: Einen neuen Gasanbieter auswählen

Ist die finale Entscheidung getroffen, geht es an die Vertragsstellung. Dazu musst du den jeweiligen Gasvertrag des Anbieters ausfüllen. Damit der Anbieterwechsel schnell und problemlos funktioniert, helfen dir die Daten deines bisherigen Vertrags.

Daraus ermittelst du, neben den Informationen für den eigentlichen Wechsel, auch den vergangenen Jahresverbrauch und die Zählernummer. An dieser Stelle ist der tatsächliche Zählerstand meist noch nicht relevant. Spätestens aber zum ersten Tag der Vertragslaufzeit musst du den Gaszähler ablesen und den aktuellen Stand notieren.

Schritt 3: Auf Rückmeldung des neuen Gasanbieters warten

Wenn alle Daten richtig eingetragen sind und das Vertragsdokument beim Anbieter angekommen ist, musst du eigentlich nicht mehr viel tun. Um die Kündigung beim bisherigen Anbieter kümmert sich der neue Anbieter anhand deiner Vollmacht. Manche Anbieter warten mit der finalen Bearbeitung bis zu 14 Tage, denn das geht einher mit dem individuellen Kündigungsrecht.

In der Folge wird der alte Anbieter die abschließende Rechnung und die Bestätigung der Kündigung versenden. Auch die Ummeldung beim bestehenden Anbieter übernimmt der neue Anbieter, sodass nach dessen Rückmeldung zur erfolgreichen Ummeldung ein Begrüßungsschreiben des neuen Lieferanten verschickt wird. Hier stehen auch Informationen zum Lieferbeginn und zu den vereinbarten Abschlägen.

Schritt 4: Die letzten Schritte zum neuen Gasvertrag

Läuft der alte Vertrag aus, wird der Versorger um den zum Abschlusstag bestehenden Zählerstand bitten. Auch wenn das nicht passieren sollte, ist es sinnvoll, diesen Zählerstand für die eigenen Unterlagen zu notieren. Das ist vor allem dann ein guter Schritt, wenn noch Auszahlungen bestehen oder um mögliche Unklarheiten in Zukunft klären zu können.

Was ist Biogas, Ökogas, Co2-neutrales Gas & was sind „Klimatarife“?

Der Wunsch nach einem umweltneutralen und möglichst nachhaltigen Gaslieferanten nimmt bei Privathaushalten immer mehr zu. Für eine gute Übersicht und um seriöse Inhalte von unerwünschten Angeboten unterscheiden zu können, sind einige Begriffe auf diesem Thema hilfreich.

Biogas – Natürlich und nachhaltig

Biogas besticht vor allem durch die Vorteile im Vergleich zu fossilen Brennstoffen. Dieses Gas ist nämlich CO2-neutral und fördert eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Zudem ist Biogas regional verfügbar und eine echte Unterstützung in der Nutzung regenerativer Energieträger.

CO2-neutrales Gas – Bio und mehr

Bei diesem Begriff reduziert sich die umweltfreundliche Eigenschaft von Gas auf den effektiven CO2-Ausstoß bei der Verbrennung. Denn nicht nur ausgewiesenes Biogas kann diesem Anspruch gerecht werden. Mittlerweile ist es sogar möglich, dieses aufbereitete Gas in den Energiekreislauf einzuspeisen.

Bekannt sind Anbieter wie Greenpeace Energie, die überschüssige Energie aus Windparks nutzen. Anhand einer Elektrolyse wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff umgewandelt. In der Folge ergibt sich das so genannte Windgas.

Klimatarife – Auf die Details kommt es an

Ein wichtiger Begriff, mit dem einige Gasanbieter besonders gern arbeiten. Was vermeintlich nachhaltig und ökologisch klingt, ist oftmals jedoch nur eine Wortspielerei. Denn alle aktuellen Klimatarife umfassen ausschließlich fossiles Erdgas. Klimatarif nennt sich dieses Angebot, weil der Anbieter damit verspricht, den absehbaren CO2-Ausstoß durch Klimaprojekte wieder auszugleichen.

Was ist der Grundversorgungstarif der Gasanbieter?

Das mag komplex und enorm klingen, begründet allerdings nur einen Versorgungsaspekt, der jedem Bundesbürger eine einheitliche, gleiche und hochwertige Versorgung versichert.

Demnach hat jeder Bürger und private Haushaltskunde den Anspruch auf die Versorgung mit Strom und Gas. Eine Preisbindung ist damit nicht umfasst, jedoch zwingt der Gesetzgeber die Anbieter zu einer lückenlosen und einwandfreien Versorgung mit lebenswichtiger Energie.

Gibt es so etwas wie den billigsten Gasanbieter?

Diese Frage ist nicht individuell und allgemein gleichwertig zu beantworten. Hinzu kommt außerdem, dass sich die Konditionen, Angebote und verfügbaren Anbieter einem ständigen Wandel unterziehen. Um also den aktuell billigsten Gasanbieter zu nennen, müsste eine persönliche Auswahl stattfinden.

Dazu eignen sich Suchmaschinen und Tools, um eine differenzierte Auswahl vorzunehmen. Damit erhältst du alle relevanten regionalen, überregionalen und unabhängigen Gasanbieter im direkten Vergleich.

Welche Gasanbieter gibt es in Deutschland?

Hierzulande wird bei Gasanbietern generell unterschieden zwischen regionalen und überregionalen Anbietern. Je nach Region und Einzugsbereich kommt es darum vor, dass regionale Anbieter ungeschlagen dominieren. Das kann auch an einer Abnahmebindung liegen, die in vielen Gemeinden üblich ist.

Bekannte, große und immer gern genutzte regionale Gasanbieter sind darum:

  • EnBW Energie Baden-Württemberg
  • SWM Stadtwerke München GmbH
  • GASAG AG
  • Energie und Wasser Potsdam GmbH
  • swb Vertrieb Bremen GmbH
  • Mainova AG
  • Stadtwerke Schwerin GmbH
  • enercity AG
  • Stadtwerke Düsseldorf AG
  • Maingau Energie
  • Energie SaarLorLux AG
  • Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co.KG
  • SWE Energie GmbH

Aufgrund der Liberalisierung des Gasmarktes haben sich auch starke überregionale Anbieter etablieren können wie:

  • RheinEnergie AG
  • Badenova AG & Co.KG
  • Vattenfall GmbH
  • E.ON AG

Mehr als 900 verschiedene Gasanbieter haben sich für 2020 auf dem Markt etabliert und über die besonders großen Lieferanten hinaus ergeben sich im Jahresvergleich sehr große Unterschiede.

Die Liberalisierung des Gasmarktes

Diese Neuerung hat vor allem für private Gaskunden einen großen, praktischen Vorteil. Seit 2006 gilt in Deutschland die Liberalisierung des Gasmarktes und das hat zur Folge, dass Privatkunden nicht mehr ausschließlich via Versorgungsbindung an die Dienste örtlich vorhandener Energielieferanten gebunden sind.

Was vielerorts üblich war und immer wieder stark kritisiert wurde, ist seitdem Geschichte. Zwar versuchen immer wieder einige Gemeinden, zukünftigen Mietern einen Versorger aufzuzwingen. Grundsätzlich gilt aber eine freie Wahl des Energieversorgers für Privathaushalte.

Fazit

Wie sich zeigt, ist es weder aufwendig noch schwierig oder gar kompliziert, den eigenen aktuellen Gasanbieter zu wechseln. Durch die überregionale Konkurrenz, die Aufhebung der Versorgungsbindung und die Verbreitung des Internets ist es hierzulande nahezu jedem Verbraucher möglich, einfach und sicher den Gasanbieter zu wechseln. Das bedeutet immer die aktuell besten Konditionen und hilft Geld zu sparen. Nicht zuletzt ist es natürlich immer sinnvoll, diese Tools auch mit den Erfahrungen von Familie, Freunden und Kollegen zu vergleichen für direkte und persönliche Einschätzungen.

Wechseln? Diese Dienste helfen

 

Bild: Scott Graham | Unsplash

Tipp: remind.me